Sportkreistag 2008: Bericht und Bilder...

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Sportkreistag 2010
 

Die Berichte im Schwarzwälder Bote:
Bericht SK Tag: 29. März
Bericht Ehrungen: 30. März
 

Der Bericht in der Südwestpresse
Bericht SK Tag: 29. März (ca 7MB)


Mit dem Vertrauen einer einstimmigen Wiederwahl und der Zustimmung zu
den Änderungen in der Satzung geht Sportkreispräsident Alfred Schweizer
mit seinem Team in die kommenden vier Jahre. Der Sportkreistag in Mühlen
zeigte aber auch die Herausforderungen für die Zukunft auf.
Schwerpunkte bei der Arbeit zur Unterstützung der 165 Vereine im
Sportkreis Freudenstadt dürften demnach unter anderem die demografische
Entwicklung sowie die Neu-Strukturierungen im Schulsystem darstellen.
Aber auch finanzielle Themen dürften das neue Gremium beschäftigen.
Applaus für ihre herausragenden ehrenamtlichen Leistungen, die Alfred
Schweizer sehr zur Überraschung einiger selbst zu würdigen wusste,
bekamen neben scheidenden und weiterhin aktiven Mitglieder des
Sportkreisrates auch einige Vereinsfunktionäre. Über die Ehrungen werden
wir im Detail noch berichten Die längsten Verdienste erworben haben sich
mit ihrem jahrzehntelangen Einsatz im Sportkreis, aber auch in Vereinen
der zweite Vorsitzende Dieter Arnold sowie Helmut Günter und Alois Rasch
als Vertreter der Mitgliedsverbände. Sie ernannte Schweizer zu
Sportkreis-Ehrenmitgliedern.
In ihren Grußworten brachten Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel,
Landrat Peter Dombrowsky, Horbs Oberbürgermeister
Peter Rosenberger sowie Bezirksoberschützenmeister Udo Gühring ihre
Anerkennung für die im Sportkreisrat geleistete Arbeit zum Ausdruck. Dem
im August aus seinem Amt scheidenden Landrat überreichte der
Sportkreispräsident den Sportkreisehrenbrief. Er habe, wie Schweizer in
seinem Bericht nochmals ausdrücklich betonte, ebenso wie Fuchtel und der
Landtagsabgeordnete Norbert Beck »stets ein offenes Ohr für den Sport
und die gesellschaftlichen Leistungen des Sports nie in Frage gestellt«.
In seiner persönlichen Bilanz seiner knapp zwei Jahre im Amt stellte
Alfred Schweizer fest, dass sein Amt sehr viel persönlichen Einsatz
fordere und dass die Arbeit nie ausgehe. Nicht ganz ohne stolz stellte
er fest, dass man die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre
fortgesetzt habe. Stolz zeigte sich Schweizer auf die Tatsache, dass man
im Jahr 2009 zwei »Sportlerinnen des Jahres« stellte – eine
Auszeichnung, die kein anderer Sportkreis aufzeigen könne.
Sportkreis-Ehrenvorsitzender Walter Schroth, der die einstimmige
Entlastung der Vertreter aller 54 vertretenen Vereine feststellte,
zeigte sich erstaunt über die Leistungen seit der Wahl Schweizers im
Juli 2008 und lobte Heinz Hornberger, Rolf Günther und Dieter Arnold für
ihren Einsatz, mit dem sie den Sportkreis nach dem Rücktritt von Werner
Schillsott aus der »schweren Krise« geführt hätten.
Ohne jegliche Probleme gingen die Wahlen über die Bühne, nachdem auch
Finanzreferent Eberhard Beil sowie die Kassenprüfer Frank Prußeit und
Michael Josko ihre Berichte abgegeben hatten. In der Folge der
überwiegend mitgetragenen Satzungsänderung steht Alfred Schweizer nun
dem Sportkreispräsidium vor. Er bekundete in seinem Schlusswort der
knapp dreistündigen Zusammenkunft bereits seine Freude auf den
Sportkreistag 2014, der für ihn ein »Heimspiel« sei. Zustimmung fand
nämlich die Bereitschaft der SF Salzstetten, Gastgeber des nächsten
ordentlichen Sportkreistages zu sein.

Jugendförderpreis an SV Baiersbronn

(gen). Der SV Baiersbronn hat auch in diesem Jahr den ersten Platz bei
dem durch den Sportkreis ausgeschriebenen Jugendförderpreis gewonnen.
Die fünf Preisträger dieses Jahres wurden beim Sportkreistag ausgezeichnet.
Rolf Günther, Vorsitzender der Förderpreis-Kommission, erläuterte vor
der Übergabe der Preise noch einmal das viergliedrige
Jugend-Fördersystem des Sportkreises. Hierbei bilde der mit 3000 Euro
dotierte und von der Kreissparkasse Freudenstadt finanzierte
Jugendförderpreis den Löwenanteil.
Zwar erreichte die Zahl der Bewerber mit acht Vereinen bei weitem nicht
die Rekord-Quote von 17 Bewerbungen, das Niveau aber stieg auch in
diesem Jahr weiter an. Sicheres Fundament, dies zu beurteilen ist das
seit Jahren unveränderte Punkte-System, nach dem die Bewerbungen
ausgewertet werden. Mit mehr als 300 von maximal 700 erreichbaren
Punkten habe der Fünfte in diesem Jahr einen neuen Höchstwert erreicht.
Sieger wurde aber, auch dank seiner herausragenden sportlichen Erfolge,
einmal mehr der SV Baiersbronn. Der Lohn: 1000 Euro Preisgeld. Auf Rang
zwei landete der SSV Schönmünzach, der 750 Euro für die Vereinskasse
bekommt. Der TV Baiersbronn darf sich als Dritter über 500 Euro freuen,
und jeweils 375 Euro gehen an den TC Dettingen und die SF Salzstetten,
die auf den Plätzen vier und fünf gelandet sind.
Rolf Günther teilte mit, dass man den Vereinen in diesem Jahr erstmals
Hinweise auf Schwächen in der Bewerbung gegeben habe; er empfahl der
neuen Kommission einen Informationsabend, um interessierte Vereine auf
die Feinheiten bei ihrer Bewerbung hinzuweisen.

Hempfer kündigt Kampf um Mittel an

WLSB-Vize: "Arbeit darf nicht noch weniger wert werden"

(gen). Angesichts der immer weiter zunehmenden Rolle der Vereine in der
Bildungs- und Erziehungsarbeit in der Schule, aber auch der allgemein
wichtigen Rolle in der Gesellschaft kündigte Paul Hempfer, Vizepräsident
des Württembergischen Landessportbundes (WLSB), seitens des Verbandes
ein entschlossenes Eintreten für die Fortführung des 2010 auslaufenden
Solidarpaktes an.
Es könne nicht sein, erklärte er in seinem Referat, dass die Mittel aus
Toto-Lotto-Gewinnen seit dem Jahr 2003 jährlich um 14 Millionen Euro
schrumpften: »Die Arbeit darf nicht noch weniger wert werden«,
protestierte Hempfer, stattdessen wolle man seitens des WLSB motivierte,
neue Übungsleiter. Gerade vor dem Hintergrund der nahenden
Ganztagesschul-Modelle sagte der WLSB-Vizepräsident einen großen und
weiter steigenden Bedarf der Vereins-Hilfe in den Schulen und eine stark
zunehmende Bedeutung der Kooperation zwischen Schulen und Vereinen vorher.
Die Vereine rief Bundestagesabgeordneter Hans-Joachim Fuchtel auf, die
Chancen des »Marktes Schule und Verein» zu ergreifen: »Ich kann Sie nur
ermuntern, dies weiter zu betreiben«, so Fuchtel zu der steigenden Zahl
an Kooperationen zwischen Vereinen und Schulen. Nur mit einer gut
fundierten Präsenz in der Schule habe der Sport langfristig gute
Chancen, sich zu behaupten.
Um sich auf die Herausforderungen, vor die die demografische Entwicklung
Sportvereine jetzt schon und in Bälde stellt, rief WLSB-Vize Paul
Hempfer gerade kleine Vereine zu Kooperationen auf. Anpassung,
Austausch, Kooperation und gegenseitige Hilfe könnten hier
überlebenswichtig sein.
Dass die Gesellschaft auf die Arbeit in den Vereinen angewiesen sei,
betonte Landrat Peter Dombrowsky, und das nicht nur, weil diese den
Anreiz schaffen, den heimischen Sofa zu verlassen und sich zu bewegen.
Auch hätten die ehrenamtlich Tätigen Vorbildfunktion.
Hier hakte auch Horbs Oberbürgermeister Peter Rosenberger ein. Um das
Ehrenamt auf ein sicheres Fundament zu stellen, beabsichtige die Stadt
Horb einen Ehrenamtsbeauftragten zu installieren. »Wer sich bewegt,
bleibt beweglich«, forderte Rosenberger auch von den Vereinsfunktionären
den Mut zu neuen Wegen, um die sportliche Vielfalt – in Horb gesichert
durch einen großen Teil der 300 Vereine und Institutionen – für die
Zukunft zu sichern.

»Ehre, wem Ehre gebührt«, stellte Sportkreispräsident Alfred Schweizer
beim Sportkreistag in Mühlen nicht nur in seiner Rede fest, sondern ließ
dieser Ankündigung auch Taten folgen. Dabei war so mancher Geehrte
überrascht.
Sichtlich und unüberhörbar gerührt von der Ehre, nun zum erlauchten
Kreise der Spoertkreis-Ehrenmitglieder zu gehören, richtete Alois Rasch
nach 40 Jahren in diesem Gremium sowie in den 42 Jahren im Dienste des
Horber Fußballs seinen Dank an Sportkreisehrenvorsitzenden Walter
Schroth sowie Rottweils Sportkreispräsidenten Robert Nübel, mit denen er
seit Jahren Seite an Seite gewirkt hatte. Und auch sonst sprach er allen
Weggefährten, wohl auch im Namen der neuen Sportkreisehrenmitglieder
Dieter Arnold und Helmut Günter seinen Dank aus.
Dieter Arnold wirkte nicht nur 25 Jahre im Sportkreis sondern ist nach
sagenhaften 46 Jahren im Fußballbezirk immer noch in Amt und Würden.
Helmut Günter setzte sich neben den 23 Jahren für den SV
Mitteltal-Obertal auch 22 Jahre ehrenamtlich beim Sportkreis
Freudenstadt ein.
Mit der Goldenen Ehrennadel des WLSB zeichnete Schweizer seinen
Finanzreferenten Eberhard Beil, seit Jahrzehnten beim VfB
Cresbach-Waldachtal aktiv, ebenso aus wie den unermüdlich und vielfältig
ehrenamtlich tätigen Udo Gühring vom SV Mühlen aus.
Die selbe Ehre wurde Rolf Günther (TV Baiersbronn), der in verschiedenen
Funtkionen auf inzwischen gut 34 Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit, im
Sportkreis zuletzt als stellvertretender Vorsitzender, kommt.
Seit Anfang der 80er-Jahre Mitglied im Team des Sportkreises ist Heinz
Hornberger, der ebenfalls mit der goldenen WLSB-Nadel gewürdigt wurde.
Eckard Lacher wirkte nicht nur im Sportkreis, sondern ist auch im
Judoclub Horb seit vielen Jahren tätig.
Anton Hönle, seit vielen Jahren als Tennis-Bezirksvorsitzender und im
Sportkreis unter anderem für die Kooperation Schule-Verein
verantwortlich, bekam ebenfalls goldene Ehrennadel.
Der nach 21 Jahren scheidende Sportkreisarzt Dr. Josef Nagel war auch im
Verein, dem RVA Empfingen 25 Jahre lang als Kassenprüfer tätig.
Hans-Dieter Oesterle schließlich ist weithin bekannt als Vorsitzender
des SV Glatten. 30 Jahre lang schon ist er für diesen Verein im Einsatz.
Seit 13 Jahren gehört er auch zum Sportkreisrat.
Die weiteren Ehrungen im Überblick:

WLSB-Ehrennadel in Silber: Harald Bühler, SV Mühlen; Horst Richter, TC
Lützenhardt; Wolfgang Schuld, TTC Klosterreichenbach; Dirk Tinnefeld, SV
Oberiflingen; Alfred Schweizer, FCK Lützenhardt.
WLSB-Ehrennadel in Bronze: Uwe Beyer, TSV Freudenstadt; Esther Glatt,
ASV Horb; Hans-Dieter Leins, SV Baiersbronn; Nicole Österle, TV
Dornstetten; Wolfgang Reinartz, TV Alpirsbach.
WSJ-Ehrungspin in Silber: Susanne Klumpp, TV Baiersbronn.